In der Kindheit ist die höchste soziale Errungenschaft die Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes. Am Ende der Kindheit haben die meisten Kinder ein Gefühl für die eigene Identität und den eigenen Wert , nämlich das Selbstkonzept , ausgebildet. 

Das Kind entwickelt ein Selbstbild.Also „Wer bin ich“ und „Was bin ich wert“. Dabei stehen Kognition und Emotionen im Austausch mit der Umwelt in Wechselwirkung. 

Das Selbstkonzept besteht aus den 5 Dimensionen:

  • Vertrauen (in sich und seiner Umwelt)
  • Unabhängigkeit (wovon mache ich meine eigene Wertigkeit abhängig)
  • Optimismus 
  • Durchsetzungsfähigkeit ( Kompetenz sich in Schwierigkeiten durchzusetzen)
  • Geselligkeit

Ein positives Selbstkonzept kann dazu beitragen, dass Kinder Entwicklungsaufgaben, die an sie gestellt werden, gut meistern können oder dass sie auch Krisensituationen in der Familie oder an Übergängen, wie zum Beispiel zwischen Kindergarten und Grundschule gut bewältigen können.Ein Kind mit einem positiven Selbstkonzept vertraut seinen Fähigkeiten, ist selbstsicher in dem was es tut und kann dem entsprechend selbstbewußter und zuversichtlich Herausforderungen annehmen und damit umgehen. 

Einige Kinder sind jedoch schon im Kindergartenalter, viele bereits im  Grundschulalter von Selbstzweifel, Versagensängste, psychischen Druck belastet. Sie trauen sich selber nichts zu, entwickeln wo möglich dysfunktionale Gedankenmuster wie z.b. „Ich kann das nicht, ich trau mich das nicht, die anderen können das besser, ich bin häßlich, Ich mache immer alles falsch.ich habe keine Lust ….“Heranwachsende , die auf solch einer negative Art denken und fühlen, geraten schnell in eine negative Entwicklungsspirale. Dies führt dazu, dass das Selbstwirksamkeitsgefühl vermindert wird, was wiederum zu einer geringen Frustrationstoleranz führt. Die Motivation, Aufgaben zu lösen, schwindet und das Kind erfährt wieder eine Unzufriedenheit. 

Um so wichtiger ist es also ein positives Selbstkonzept zu fördern und zu stärken!
Den Kindern ihre Fähigkeiten bewußt zu machen. 

Aus dem Selbstbewußtsein resultiert das Selbstvertrauen/Selbstwert und dem zu Folge weiter die Selbstsicherheit. Denn wenn ihr Kind sich seiner Stärken , seiner Fähigkeiten „selbst bewußt“ wird, wächst sein Selbstvertrauen und es wird an Selbstsicherheit gewinnen.Die Selbstsicherheit ihres Kindes zeigt sich dann in seinem Denken , Fühlen und Handeln in bestimmten Situationen. Es wird ihrem Kind leichter fallen, sich zu behaupten, sich herausfordernden Situationen zu stellen, Problemlösungen zu finden. Durch positive Erfahrungen erfährt ihr Kind eine Selbstwirksamkeit. - und hier schließt sich wieder der Kreis.
All das trägt zu einem positiven Selbstkonzept bei. Die Kinder erleben durch die Stärkung ihres Selbstwertgefühls und ihres Selbstbewußtseins, dass sie ihre eigenen Lösungen zur Bewältigung ihrer Herausforderungen in sich tragen!