Bindungsbasierte Beratung und Therapie

Mein Zugang, bindungsbasiert zu beraten und zu begleiten, basiert auf den Erkenntnissen der Bindungstheorie und ihrer Bedeutung für alle Alters- und Entwicklungsstufen des Menschen. Mit diesem Zugang ist es mein Bestreben, in meiner Haltung und in meinem Handeln den Aspekt von Bindung kontinuierlich miteinzubeziehen. Hierbei verbinde ich in meiner Arbeit bindungs- und beziehungsbasierte Zugänge mit evidenzbasierter Achtsamkeit sowie Ressourcenorientierung.

Gerade in in der Begleitung und Beratung von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Familien ist für mich die Unterstützung bei der Herstellung eines bindungsfördernden Rahmens ausschlaggebend. Damit haltgebende Beziehungen sich entwickeln und festigen können. Denn nur so können langfristige und nachhaltige positive Entwicklungen eingeleitet werden. Ganz grundlegend ist ein bindungsbasierter Zugang eine Haltung – die Art und Weise wie man Menschen sieht und mit Menschen umgeht. Dies prägt mein Denken und meine Handlungs- und Arbeitsweise mit Groß und Klein.

In der Arbeit mit Kindern

Die Entwicklung einer sicheren emotionalen Bindung eines Kindes an seine Eltern wird heute als ein bedeutender Schutzfaktor in der kindlichen Entwicklung betrachtet. Kinder mit einer sicheren Bindung können sich besser in die Gefühle anderer Menschen hineinversetzen, haben eine bessere Sprachentwicklung, sind kreativer, haben mehr Freunde und finden rascher Lösungsmöglichkeiten in schwierigen Situationen.

Am besten untersucht sind die elterliche Feinfühligkeit in den früheren Interaktionen mit ihrem Kind, die affektive Bedeutung der frühen sprachlichen Kommunikation und der Rhythmus in der Abstimmung von Handeln und Sprache zwischen Eltern und Kind. Die Bindungsentwicklung ist allerdings durch vielfältige Einflüsse wie Traumata störbar.

Aus dieser Überzeugung heraus habe ich das B.B.T.® Curriculum bei Prof. Dr. med. Karl Heinz Brisch absolviert.

Von Anfang an begleite ich Eltern, bereits vor der Geburt bishin in den unterschiedlichen Alterstufen des Kindes. Durch bindungsbasierte Begleitung und Beratung helfe ich ihnen dabei die Gefühlswelt ihres Kindes besser zu verstehen. Sie lernen, ihr Kind in seinen Gefühlen zu begleiten (dem kindlichen Entwicklungsstand gerecht) und die Entwicklung des Selbst(wert)gefühls ihres Kindes zu fördern. Und das von der Baby- bis hin zur Teenagerzeit.

Im Kontext der Begleitung und Beratung von Familien ist es mir deshalb ein besonderes Anliegen, den Eltern und Bezugspersonen einerseits bindungsspezifisches Wissen und relevante Erkenntnisse für das Leben mit Kindern weiterzugeben und diese aber nicht zuletzt für sie in ihrem Leben erleb-, spür- und umsetzbar zu machen. Das heißt, dass dies dann auch in das Handeln und den Alltag mit Kindern und Jugendlichen übersetzt und Verhaltensweisen aus dem Blickwinkel der Bindung verstanden und beantwortet werden können. Aber auch, dass Erwachsene ihr eigenes Verhalten in der Eltern-Kind-Beziehung aus Bindungssicht besser verstehen und reflektieren können und auch Schritt für Schritt mit sich selbst (wieder) in Kontakt kommen können. Es geht also um das WIE im Leben als Familie. Sodass Kinder in Geborgenheit heranwachsen können. Denn eine (überwiegend) sichere Bindung schafft eine gute Basis für das ganze Leben.

Vorteile einer sicheren Bindung

Aus der Wissenschaft weiß man, dass eine sichere Bindung für die seelische Entwicklung des Babys der beste Start ins Leben ist. Eine sichere Bindung bildet eine sehr gute Basis für eine gesunde körperliche, seelische, geistige und soziale Entwicklung des Babys.

Ein sicher gebundenes bestens Baby ist in der Lage, seine Umwelt mit großer Neugier zu erkunden. Daher weiß man heute auch: „Eine sichere Bindung kommt vor Bildung“.

Kinder mit einer sicheren emotionalen Bindung zeigen u. a. mehr prosoziales und weniger aggressives Verhalten, haben größere Fähigkeiten zur Empathie und daher auch mehr und bessere Freundschaftsbeziehungen.

Sie sind kreativer und ausdauernder bei Leistungsanforderungen, zeigen bessere Fähigkeiten beim Lernen und mehr Bewältigungsmöglichkeiten in schwierigen Situationen als Kinder mit einer unsicheren Bindungsentwicklung.

Gute soziale Bindungen fördern die kognitive Entwicklung und den Schulerfolg. Sicher gebundenen Kindern gelingt es leichter, eine gute Beziehung zu ihren Lehrern aufzubauen, deren Bildungsangebot anzunehmen, für sich zu nützen und dabei gleichzeitig konstruktiv kritisch zu bleiben. Die Vorteile der sicheren Bindung wirken in das ganze weitere Leben hinein. Auch die Fähigkeit im Erwachsenenleben ein gutes soziales Netz aufzubauen und in einer tragfähigen, positiven Partnerschaft zu leben, wird durch sie unterstützt.

Nachteile einer unsicheren Bindung

Das bindungsunsichere Muster gilt als ein Risikofaktor für die psychische Entwicklung. Dies bedeutet, dass bindungsunsichere Kinder nicht so widerstandsfähig sind gegenüber psychischen Belastungen, sie entwickeln unter Belastung wie Scheidung, Umzug, Trennung der Eltern, Verlust eines Freundes, eher psychische Auffälligkeiten als bindungssichere Kinder.

In psychischen Belastungssituationen haben sie nicht so ausgeprägte Bewältigungsmöglichkeiten, wie bindungssichere Kinder, sie ziehen sich eher zurück, wollen alleine sein, und weniger Hilfe in Anspruch nehmen. Bindungsvermeidende Kinder wollen besonders Probleme eher für sich alleine lösen, auch wenn sie in Not sind, da sie die Erfahrung gemacht haben, dass ihnen niemand zur Hilfe kam. Bindungsambivalente Kinder dagegen sind extrem unselbständig und klammern sich eher an Bindungspersonen und trauen sich keine Lösung zu.

Unsicher gebundene Kinder haben nicht so viele Freunde, sind nicht so gerne in Gruppen, lösen Konflikte eher durch aggressive Auseinandersetzung und können nicht so gut Kompromisse finden. Ihre Gedächtnisfähigkeiten, Lernleistungen, Sprachentwicklung, Ausdauer, Flexibilität und Teamfähigkeiten sind nicht so ausgeprägt gut wie bei bindungssicheren Kindern.

Auch ihre Empathiefähigkeit ist nicht so differenziert und ausgeprägt, wie die von bindungssicheren Kindern. D.h., es fällt ihnen wesentlich schwerer, sich in die Gefühle, Gedanken und Handlungsabsichten von Spielkameraden oder auch von Erwachsenen einzufühlen. Genau diese Fähigkeit, ist eine der großen Voraussetzungen, um harmonische Freundschaften führen zu können. Dies ist auch die Vorraussetzung dafür um später feinfühlig auch auf Signale von eigenen Kindern einzugehen und diesen zu helfen, auf einen bindungssicheren Weg zu kommen.

Bindungstypen

Bei Kleinkindern von 12 bis 18 Monaten kann man in der so genannten „Fremden Situation“, das ist ein standardisierter, wissenschaftlicher Test (nach Mary Ainsworth), die Bindungsqualität bzw. das Bindungsmuster erfassen. Man unterscheidet die drei Hauptgruppen „sicher", „unsicher-vermeidend“, und „unsicher-ambivalent“ gebundene Kinder.

Bei der vierten Gruppe der „desorganisiert/desorientiert“ gebundenen Kinder lässt sich gar keine zielgerichtete Bindungsstrategie erkennen. Diese Kinder haben aus verschiedenen Gründen kein stabiles Verhaltensmuster zur Bindungsperson aufbauen können. Ihre Eltern gehen manchmal eher ängstlich mit ihnen um, manchmal drohen sie ihren Kindern oder sind verhalten sich ganz hilflos, weil sie nicht wissen, wie sie auf das Verhalten ihrer Kinder - wie etwas Wutanfälle – reagieren sollen.

Das Bindungsmuster, welches das Kleinkind zu seiner ersten Bezugsperson aufgebaut hat, bleibt über das ganze Leben hinweg relativ stabil und beeinflusst die Gesamtentwicklung und den Werdegang der Persönlichkeit. Bindungsmuster können von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Daher ist es wichtig, das eigene Bindungsmuster zu erkennen und mit Hilfe von Rückmeldungen zum eigenen Verhalten zu lernen, wie das Bindungsmuster des eigenen Babys auf einen sicheren Weg gebracht werden kann.

Daniela Dederichs

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